Tag 40 Jakobsweg 2019 (19 August)

Etwas später komme ich endlich dazu den Blog zu füttern. Ich habe viel rumtelefoniert und meine weitere Reise organisiert. Ist nicht immer so einfach.

Zudem möchte ich das Desaster von Montcuq-en-Quercy-Blanc nicht noch einmal erleben. Von jetzt an halte ich mich an meine altbewährten Plattformen.

Also, es standen ja heute 27 und ein paar zerquetsche Kilometer an. Dann sollte ich auf Moissac treffen. Es ging mir natürlich nach zwei “Ruhetagen” recht leicht von der Sole.

Die habe ich übrigens heute mal inspiziert. Huuuh sieht gar nicht gut aus 😱 Ich hoffe die halten noch durch bis Saint Jean-Pied-de-Port.

Also bis Moissac bin ich jedenfalls damit gekommen. Ich konnte dabei ein respektables Tempo laufen. Erst ganz am Schluss ging mir der “Most” aus. Da lag dann nicht mehr viel Pfupf drinn.

Aber da bin ich ja schon fast am Ziel gewesen. Es ist eine ganz angenehme Gites in der mein Privatzimmer liegt. Eins von dreien. Die andern sind Massenlager.

Aber ich habe Glück, heute sind wir nur zu zweit wie mir die Wirtin versicherte. Sie ist ganz glücklich weil üblicherweise sehr viel mehr Betrieb sei.

Also Duschen und ab zum Nachtessen. Das war heute ganz vorzüglich, aber auch relativ teuer. Natürlich nicht für Schweizerische Verhältnisse.

Ein Punkt fällt mir schon seit längerem auf. Es betrifft die Bekleidung am Abend beim Ausgang. Während die männlichen Pilger in ihrer Pilgerkluft mit praktischem Schuwerk erscheint, sind die Damen in gepflegter Robe und schicken aber untauglichen Schuhen unterwegs. Nicht einmal die Handtasche fehlt!

Da frage ich mich ernsthaft wie zum Geier transportieren die den ganzen Krempel??? Ich sehe diese Frauen meist in Gruppen als wandelnde Chatrooms daherstöckeln. Sorry liebe Leserinnen, aber so erlebe ich das!

Die mitgeführten in modischen Farben leuchtenden Dinger die sie dabei tragen verdienen meist nicht einmal im Ansatz den Namen Rucksack. Da drin hat das Zeug nie und nimmer Platz. Vermutlich sind Frauen eben doch die besseren Organisatorinnen. Irgenwie muss diese ganze Ladung Kleider und Parfum und Schuhe und Makeup ja mitkommen?

Gott da haben wir Männer es schon leichter. Zwei drei Flaschen Bier am Zielort sind bereits gekühlt vorhanden und wir sind restlos glücklich. Auch wenn wir stinken wie die Böcke. Wen kümmerts?

Tja so ist das Leben und ich hoffe nun nicht sämtliche Leserinnen sauer gemacht zu haben. Wir lieben es ja sehr wenn Ihr so schick daherkommt.

Es ist eigentlich nur der Neid das es uns Hammel nicht einmal in den Sinn kommt anständige Klamotten mitzuführen wenn uns Mutti oder später Schatzi nicht dazu prügelt 😂

Also alles gut und es lebe der kleine Unterschied! So nun habe ich mich genug zwischen die Stühle gesetzt und halte besser den Schnabel.

Wünsche eine angenehme Nachtruhe und hoffe morgen noch LeserInnen zu haben 😙

Euer (saufrecher) Swiss 🌹

Ein Blick zurück auf Lauzerte Der Austieg war recht steil sollte aber für heute der längste gewesen sein.

Oben angekommen brauchte ich eine kleine Pause.

Dieses schnusige Pferd ist vermutlich ausgebüxt und ist vertrauensvoll zu mir spatziert als ich mal wieder Pause machte.

Die obligate Kathedrale in Moissac

Hier wohne ich heute.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

11 − zehn =

Scroll to Top