Tag 27 Jakobsweg 2019

Guten Abend allerseits.

Ein wunderschöner Tag neigt sich dem Ende zu… aber nicht ohne mir vorher in den Allerwertesten zu treten.

Am Morgen war alles super. Den Wecker hatte ich auf acht Uhr gestellt, weil die Strecke relativ kurz sein sollte. 16km sind bereits ein Spaziergang geworden.

Von Beginn weg ging es sehr lange mal mehr mal weniger steil nach oben. Ist anstrengend aber mir gefällts seit den USA und dem AT. Damals blieb mir ja auch nichts anderes übrig, wollte ich nicht wahnsinnig werden.

Heute habe ich den bisher höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Auf über 1300 MüM bin ich geklettert. Also eher gekrochen oder so.

Es war kein richtiger Weg mehr, sondern eher ein Trampelpfad der uns über Kuhweiden immer höher hinauf führte.

Dabei mussten wir auch oft über Abschnitte laufen auf denen wir den Kühen direkt begegneten! Ohne Zaun dazwischen und mit Mutterkühen mit ihren Kälbern.

Mir war gar nicht wohl bei der Sache wenn man weis, dass immer wieder Menschen bei solchen Begegnungen von den Muttertieren angegriffen und verletzt werden.

Einmal begegnete mir eine Kuherde die auf der Strasse zu ihrem Weideplatz getrieben wurde. Dabei wurde ich von einem Kalb so heftig angestossen, das ich fast gefallen wäre. Währenddessen schaute mich die Kuh mit gesenkten Hörnern böse an. Es ist zum Glück für mich glimpflich ausgegangen.

Dann traf ich in der Ortschaft Aubrac ein. Das war der Moment wo ich stutzig wurde. Ich hatte geglaubt ein Hotel in Saint Chèly d’Aubrac gebucht zu haben.

Aber genau so ein Hotel gabs hier auch. Ich vergewisserte mich noch einmal und mein Smartphone bestätigte meine Annahme.

Also setzte ich fröhlich meinen Weg fort ins acht Kilometer entfernte Saint Chèly d’Aubrac. Es ging die ganze Zeit über abenteuerliche Schotterwege steil nach unten. Man musste höllisch aufpassen nicht auszurutschen und zu stürzen.

Nach drei Stunden harter Pilgerarbeit traf ich in dem Dorf ein. Dort zückte ich mein Navi, dass mich zügig in den Ortskern vor… eine Bar führte. Sie haben ihr Ziel erreicht verkündete es stolz!

Von wegen, der Barman klärte mich auf, dass mein Hotel sich im acht Kilometer entfernten Aubrac befinde von wo ich gerade mühsam herunter geklettert war!

Mann ich war vollkommen platt. Was nun? Ein Hotel im Ort suchen dachte ich und lief los. Es gab zwei, im ersten kein Platz verkündete mir die Dame an der Reception. Es sei schon öfter passiert das Pilger bei Ihr gestrandet sind, weil es hier mehrere Dörfer gibt mit dem Zusatz Aubrac. Aber nur eines das nur Aubrac heisst.

Sie telefonierte dem zweiten, auch kein Platz. Mist, was sollte ich jetzt tun? Da machte die Frau etwas, dass ich nicht für möglich gehalten hätte. Sie rief in Aubrac an und schilderte dort meine Situation!

Dann sagte Sie zu mir, jemand werde mich abholen und morgen wieder zurückbringen. Ich war sowas von erleichtert. Und so bin ich nun doch noch im richtigen Hotel und kann dem Abend gelassen entgegensehen. Was ich jetzt auch tun werde.

Tschüss und passt auf das Ihr im richtigen Bett landet! 😂

Euer Swiss 🌹

Leider ist der Empfang äusserst schlecht und ich kriege die Bilder nicht hoch. Werde es morgen versuchen.

1 Kommentar zu „Tag 27 Jakobsweg 2019“

  1. Eh, du mini Güeti! Da meint me, ider hütige, moderne Zyt chömi me sicher vo A nach B..
    denkstee! Zum Glück hesch du Hiuf überchoh..hesch auwäh o dernah verzwieflet usgseh, gäu!! Das isch haut geng wider ä Krucks mit dene Ortsnäme..isch hie im Ländli o nid besser.
    Wehe, du gisch es nid korrekt ii!
    Jitze gniess dä Aabe no eso richtig u morn nüt obsi u nidsi für ds Buussi!!
    Tschüss! Heidi

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