Tag 2 Jakobsweg 2019

Hallo Ihr Lieben

Der Jakobsweg hat mich wieder in seinem Bann. Ab Schwarzenburg ist die Route aussergewöhnlich abwechslungsreich. Obschon das Wetter heute mit Sonne geizte, war es angenehm zum Laufen. Ab und zu eine kleine Douche erfrischt ungemein.

Beim Frühstück setzte sich ein sehr Destinguierter Herr zu mir an den Tisch. Wir kamen ins Gespräch und er erzählte mir, dass er fürs BUWAL arbeite. Er ist heute unterwegs um mit Förstern und Waldbesitzern zu sprechen.

Da das Klima sich unmissverständlich geändert habe, würden Sie zusammen besprechen welche Baumsorten hierzulande angesiedelt werden können die der zunehmenden Temperatur und Trockenheit zu wiederstehen.

Es ist schon sehr bedenklich wenn bereits Fachleute sich konkret mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen. Trotzdem gibt es nach wie vor Menschen die behaupten es wäre schon immer ab und zu heiss und trocken gewesen! Sogar Politiker die es eindeutig besser wissen müssen.

Eine erfreuliche Begegnung hatte ich mit einer Pilgerin aus Österreich. Sie hat bereits über 1400 km in den Knochen. Sie ist übrigens erst die zweite Begegnung hier auf dem Jakobsweg. Sehr viel Verkehr ist noch nicht zu verzeichnen.

Aber Aufsehen erregt man schon, zumindest in den Dörfern. Ich wurde schon oft aufgehalten und befragt. Viele haben gar nicht gewusst, dass es auch hierzulande einen Jakobsweg gibt. Die Wegweiser gibt es zwar zuhauf. Aber weil die so klein und oft versteckt sind, fallen Sie gar nicht auf.

Hauptsächlich in den Schweizer Städten ist die Wegweisung nicht sehr gut (bisher). Ganz anders als damals in Spanien. Obschon man auch dort ab und zu suchen musste. Meistens waren aber Plaketten mit der Jakobsmuschel im Asphalt eingelassen. Leider gab es Souvenirjäger die diese Plaketten mitlaufen liessen. Dann wurde es natürlich schwierig sich zurecht zu finden.

Heute bin ich in Fribourg eingetroffen. Der Weg führte bis ganz nach unten an die Saane und in die Altstadt. So habe ich Fribourg noch nie gesehen! Da heute ja ein Katholischer Feiertag ist haben leider alle Geschäfte zu und es sind überall sehr viele Leute unterwegs.

Morgen wird es wohl auch nicht anders sein. Ich habe mein Lager in Villars sur Glâne gefunden. Dadurch habe ich heute wieder 27 km abgespult. Die Auswirkungen spüre ich deutlich. Ich muss es nach Möglichkeit etwas langsamer angehen. Nur ist das leicht gesagt wenn die Zeit drängt.

Nun, gut einen Viertel des Weges nach Genf habe ich bereits. Soweit bin ich gut im Plan. Ansonsten gibts ja noch die gute alte SBB 😎. Da mache ich mir keinen Kopf. Wie gesagt, es bleiben noch viele Kilometer übrig!

So, das wars mal wieder. Ich habe Hunger und will sehen ob ich was zu futtern kriege.

Bis morgen und schlaft gut 😴

Euer Swiss

Hier noch ein paar Bilder:

Diese jungen Damen zeigten einiges Interesse an mir! 😂

Wie bereits erwähnt war der Weg heute zeitweise spektakulär!

Die erste richtige Stele hier auf dem Jakobsweg. Leider zeigte die Muschel auf die falsch Seite z z z!

So schöne Wegweiser sind sehr selten.

Und zum Schluss ein Suchbild: wo ist die Eule?

2 Kommentare zu „Tag 2 Jakobsweg 2019“

  1. Sälü, und danke für diner Erläbnisbrichte und Föteli! Ds Huuri han’ig schnäu entdeckt ufem Brunne! Ja, äs git i üsem Ländli Künschtler, wo us Houz eso schöni Sache schnitze..zum Glück!
    Aes erschtuunt mi nid, dass dir d’Altstadt vo Friburg gfaue het, si isch würklech schön!
    Morn hesch o wider Glägeheit, ab und zue ä Dusche z’überchoh..äs blibt gwitterhaft!
    Witerhin guet Marsch und übertriebs nid!

    1. Wie gesagt Duschen ab und zu ist recht angenehm bei den Temperaturen und dem Wandern mit 15kg Gepäck. Ich bin ein richtiger Gepäckträger 😅

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