Etappe 9 Alpen Panorama Weg 21.07.26 Unterägeri – Zug

Kalt heute merkte ich beim Start in den Morgen. Steife Bise würde ich dazu sagen. Aber fürs Wandern ideal. Zum Start musste ich schon mal über die Armenbrücke laufen. Sie führte früher ins Armenviertel von Unterägeri. Auf der anderen Seite stand auch früher das Armenhaus.

Wer dort wohnen musste, war von der Gemeinde als armengenössig abgestempelt. Auch Unverheiratete Mütter mit Kindern, alte Menschen und geistig Behinderte wurden dort untergebracht. Weg mit denen die am Rande der Gesellschaft lebten. Unterägeri gehörte früher zu Oberägeri. Dort wohnten die reichen Bauern und hohen Herren. Unterägeri war für das gemeine Volk vorgesehen.

Nicht alles war früher besser wie viele glauben. Schon nach kurzer Wanderung traf ich einen Mann, der Modellflugzeuge steuerte. Er hatte den Vogel gerade gelandet und ich habe Ihn darauf angesprochen. Er erzählte mir, dass er aus Zug komme und eben erst hier einem Verein beigetreten sei. Aber er habe bemerkt, dass der Weg neben dem Flugfeld unglaublich stark von Wanderern und Radfahrern begangen werde.

Ich habe Ihm erklärt, dass hier ein Pilgerweg und der Alpenpanorama Weg durchführe. Wir kamen von einem Thema zum nächsten. Es war ein sehr angenehmes Gespräch. Schliesslich musste ich weiter.

Weit kam ich nicht. Etwa einen Kilometer weiter Gabelte ein älterer Herr das Heu zusammen und machte grosse Haufen davon. Es erinnerte mich an meine Jugend, als ich an der Lenk meinen Grosseltern half das Heu zu schochen. Man machte mit den Rechen lange Stränge indem man das Heu mal von links und anschliessend von rechts zusammenrechte.

Dann kam Grossvater und gabelte einen grossen Haufen des zusammengerechten Heus auf ein Tuch. Anschliessend band er die Enden des Tuchs zusammen und zog das Bündel über den Kopf auf den Rücken. Damit marschierte er zum Heutenn wo andere das Heu auf den Heuboden hieften. Es ist eine Erinnerung an eine Zeit die es nicht mehr gibt.

Wir unterhielten uns über diese und die heutige Zeit. Wo alles immer schneller gehen muss und niemand sich Zeit nimmt für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens. Auch hier verbrachte ich viel Zeit mit diesem älteren Bauern der seine Zeit mit harter Arbeit verbracht hatte und jetzt den (un)Ruhestand genoss.

Schliesslich mussten er und ich langsam weitermachen. Die Gegend war wiederum Grossartig. Und da ein kühlender Wind blies war es echt angenehm zu laufen. Heute Abend treffe ich die ehemalige Pilgerin Anna die ich damals auf dem Jakobsweg kennengelernt habe. Sie liest auch regelmässig meine Beiträge und war begeistert, dass ich in Ihrer Gegend unterwegs bin. Sie möchte mich morgen ein Stück des Weges begleiten.

Deshalb sollte ich hier schliessen für heute und Anna nicht länger warten lassen. Danke, dass Ihr wieder dabei seid und bis morgen. Morgen fahre ich übrigens wieder für zwei Tage nach Hause. Da gibt es jeweils bis Samstag keinen Blog von mir. Bis dann!

Euer Swiss ❤️🌹🌹🌹

Kreuze dürfen natürlich nicht fehlen.
Ein Blick zurück auf Unterägeri und den See
Die Landschaft ist bezaubernd schön.
Ganz unten im Bild eine wunderschöne Libelle.
Dann tauchte der Zugersee in der Ferne auf.
Und schliesslich das Juvel: der Zugersee
Schliesslich kam ich in der Altstadt von Zug an.
Ein wenig wie die Brunnen in Bern
Ein Blick in die Altstadt von Zug

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