Wie die Zeit vergeht, schon habe ich die achte Etappe hinter mich gebracht. Einsiedeln ist mit seinem Kloster schon recht eindrücklich. Kaum zu glauben wie gross dieser Komplex ist. Leider musste ich weiter, eigentlich schade dass ich nicht Zeit habe um mir solche Dinge anzuschauen.
Die Wanderung führte mich zuerst auf die Katzenstrick Höhe. Ganz recht die heisst tatsächlich so. Und der Weg dorthin nennt sich Katzenstrickstrasse. Ich habe ganz schön amüsiert auf diesen Namen geschaut. Der Legende nach sagt man, dass die Luzerner früher gerne Katzenfleisch gegessen hätten. Und dabei die Katzen eben gestreckt hätten um sie zu töten. Ziemlich makaber fand ich.
Auf dieser Anhöhe traf ich auch ein Ehepaar aus der Gegend. Wir unterhielten uns gut eine halbe Stunde. Als ich von dieser Katzenstrick Geschichte erzählte, waren sie ganz erstaunt. Das hätten sie jetzt auch nicht gewusst. Da musste erst einer aus Bern kommen. 😂
Die nächste amüsante Geschichte was Flurnamen betrifft, war der Gottschalkenberg. Ich musste zwei mal hinsehen bis ich es kapiert habe. Den gibts tatsächlich und ich fragte mich ob der Moderator von Wetten das, Thomas Gottschalk weis, dass es in der Schweiz einen Berg gibt der seinen Namen trägt.
Einen weiteren lustigen Namen trägt die Anhöhe namens Raten. Na ratet mal wer da im gleichnamigen Restaurant eingekehrt ist und den bislang teuersten Münzentee getrunken hat? 6,50 hat der gekostet! Dafür gabs ein Kännchen und der Inhalt reichte für gut zwei volle Tassen.
Dabei durfte ich mich an einen Tisch setzen an dem ein Herr sass ungefähr in meinem Alter. Auch wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass er nur zwei Jahre jünger als ich und mit dem Fahrrad unterwegs war. Er sei Polizist gewesen verriet er mir. Wir plauderten über eine Stunde über Dinge über die ältere Herren eben so plaudern.
Dann musste er weiter und auch für mich wurde es langsam Zeit. Nach weiteren zwei Stunden Marsch traf ich schliesslich in Unterägeri ein. Zu meinem Hotel musste ich noch einen halben Kilometer laufen. Dort angekommen waren die Türen verschlossen und niemand weit und breit.
Endlich kam jemand aus dem Seitengang der aber Gast hier war. Auf meine Frage nach der Reception erklärte er mir, die sei etwa einen halben Kilometer von hier im Seminarhotel. Mir platze fast der Kragen! Ich wollte eigentlich nur noch auf mein Zimmer und duschen.
Mir blieb nichts anderes übrig als ohne Gepäck dort hinzulaufen. Der Portier meinte Booking.com habe mich über eine andere Plattform vermittelt, als spanischer Angehöriger. Deshalb bekam ich auch die Info nicht, mich im Seminarhotel zu melden.
Ich habe dann die Buchung storniert und logiere jetzt im Seminarhotel. Eine Luxusbude die mich bloss zwanzig Franken mehr gekostet hat.
So, das war der Rapport von heute. Danke für Eure Aufmerksamkeit und bis morgen aus Zug.
Euer Swiss ♥️🌹🌹🌹















