Ich habe mal wieder etwas abgekürzt. Auf den Monte San Salvatore habe ich die Standseilbahn genommen. Ich bin einfach ziemlich müde und wollte nichts riskieren. Trotzdem habe ich mir auf dem unebenen Gelände zweimal den linken Fuss geknackst.
Tja so kanns gehen. Ansonsten herrschte heute erstaunlicherweise ein Strahlend blaues Sommerwetter. Wer hätte das gedacht nach dem gestrigen Sauwetter? Na mir wars recht. Da ich den Aufstieg nicht genoss, ging es hauptsächlich nach unten. Und wie! 230m Aufstieg standen 750m Abstieg gegenüber. Und das in nur 10 Kilometer Wegstrecke. Allein diese Zahlen sprechen Bände.
Der Hauptteil des rigorosen Abstiegs erfolgte über Treppen. Die Rezeptionistin in meinem heutigen Hotel sprach von über 4500 Treppenstiegen. Echt, ich dachte das würde nie enden. Trotzdem konnte ich das locker meistern. Ich war sogar einigermassen erleichtert mit dem angeknacksten Fuss. Die Treppen war da kein Problem.
Die Aussicht war wieder einmal gewaltig. Anders kann ich es nicht beschreiben. Was auch dazu führte, dass heute jede Menge hauptsächlich deutschsprechende Touristen unterwegs waren. Ich liebe die Einsamkeit mehr. Da überholen den frustrierten Rolandi auch nicht andauernd Leute die es scheinbar äusserst eilig haben. Und lassen mich einigermasse frustriert zurück. Weil ich halt keine zwanzig mehr bin Herrgott!
Lassen wir das. Nach einigen intensiven Treppenkunststücken bin auch ich letztendlich in Morcote aufgeschlagen. Auf anraten der Rezeptionistin bin ich nach Melide gefahren. (Natürlich mit dem Bus!) In der dortigen Poststelle habe ich ganze fünf Kilo meines Gepäcks aufgegeben.
Morgen gehts ja dann nach Hause. Also habe ich sämtliches Material zurück nach Hause spediert das ich nicht mehr benötige. In einer Apotheke habe ich Tape gekauft um morgen sicherheitshalber meinen Fuss zu tapen. Will heissen zu fixieren. Ich möchte damit schlimmerem vorbeugen.
Morgen geht es ein letztes mal so richtig zur Sache! 850m rauf und gleichviel wieder runter. Wie es aussieht wirds noch einmal richtig streng. Nur habe ich dieses mal fünf Kilo weniger zu schleppen. Das macht richtig viel aus. Ich bin zuversichtlich und freue mich riesig den Trans Swiss Trail zu beenden.
Schön wart Ihr dabei. Morgen gibts noch den Abschlussbericht und das wars dann.
In Dankbarkeit Euer Swiss 🌹🌹🌹❤️












Gratuliere dir zur stolzen Leistung Roland.
Tessin und seine Tiefen und Höhenunterschiede sind immer wieder eine Herausforderung.
Viel Glück und Kraft für die letzte Etappe.
Pass gut auf die Füsse…ähh deine Beine auf.
Sonnengruss aus Worb