Wow das war vielleicht ein Abenteuer! Bereits morgens um halb vier fing das Donnergrollen an. Aber so ein harter Kerl wie ich (hihi) der zieht das durch. Also zumindest erst mal das Frühstück.
Dann rein ins Wasserdichte Zeug und den Rücksacküberzug montiert. Ich muss sagen, das sah recht beeindruckend aus. Leider gibts davon dieses Mal kein Foto.
Weil mein Handy spielte in dem strömenden Regen plötzlich verrückt. Immer wenn ich was bedienen wollte zeigte dieses wiederspenstige Elektronikwunder was anderes an. Es war echt zum verzweifeln!
Weil auch die Navigation fing plötzlich an durchzudrehen. Sie wollte nach rechts obwohl der Wegweiser nach links zeigte. Dann wieder erklärte es ich wäre „nicht mehr auf der Route“ um zwanzig Meter mitzuteilen, dass ich jetzt “wieder zurück auf der Route“ sei.
Dabei stolperte ich Kilometerweise durch einen endlosen Wald. Wieder einmal steil nach oben. Und Kreuzungen gab es massenhaft. Nur mein Navi wollte mich mehrfach in die falsche Richtung führen. Ich schaffte es jedesmal den Richtigen Weg zu finden, zum Glück! Weil es hörte nicht auf zu regnen, zu Donnern und zu Blitzen.
Der Wanderweg selbst wäre eigentlich sehr schön gewesen. Nur leider war es für mich eher ein Schwimmwettbewerb denn eine Wanderung. Der Natur hingegen gefiel es. Man konnte förmlich sehen wie sich die Bäume und Gräser über das wunderbare Nass freuten. So lange hatten sie schon darauf gewartet. Damit ist wohl auch die erhebliche Waldbrand Gefahr vorerst behoben.
Schon relativ bald sah ich von weitem den Luganersee. Und endlich hörte auch der Regen auf. Dann ging es schier endlos stetig hinunter nach Lugano. Ich hatte inzwischen trotz Regenkleidung Schwimmhäute bekommen weil halt auch die beste Regenkleidung irgenwann den Geist aufgibt.
Eine unangenehme Überraschung erlebte ich ganz zum Schluss. Ich hatte wohl bei der Hotelwahl nicht richtig hingesehen. Mein Hotel befindet sich nämlich nicht direkt in Lugano. Es ist vom Zentrum gut vier Kilometer entfernt in einem Vorort namens Castagnola.
Aber hier bin ich und es ist immerhin ein angenehmes Hotel. Das wäre es gewesen für heute. Morgen gehts schon auf die zweitletzte Etappe nach Morcote. Von da ist nur noch ein paar Kilometer dann treffe ich in Mendrisio ein. Damit wäre dann auch dieser Trail abgeschlossen. Das heisst die zwei Teilstücke über den Gotthard und das ausgelassene Stück von Bellinzona nach Isone fehlen. Vielleicht mache ich die noch, mal sehen.
Am nächsten Montag werde ich am Auge operiert um den grauen Star zu entfernen. Ob und wann ich dann auf die Via Alpina zurückkehren werde wird sich zeigen.
Jetzt möchte ich mich erst bei Euch bedanken, dass Ihr auch heute wieder dabei seid. Bis morgen. (Viele Fotos gibts leider nicht, es war zu nass für mein Handy)
Wie immer, tschüss Euer Swiss 🌹🌹🌹♥️



