Etappe 29A Trans Swiss Trail 03.07.26 Bellinzona – Isone

Na also, heute nahm ich die letzte fehlende Halb-Etappe unter meine Hufe Jiihaa! Weil ich mich das letze mal ja entschieden hatte, dass die gesamte Etappe 29 für mich und auch andere wie ich erfuhr, etwas zu viel gewesen wäre.

Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke muss ich sagen, ich hatte vollkommen richtig entschieden. Ich meine diese Strecke die ich jetzt gerade hinter mich gebracht habe, hatte es echt in sich!

Erst ging es von Bellinzona 4 Kilometer bis nach Giubiasco. Dann fing der Steiss an. 700 Meter teilweise echt abenteuerlich mit über 20% Steigung den Hügel nach oben. Ich dachte schon, demnächst die Fusssohlen von Petrus berühren zu können!

Es war als würde ich mich wieder auf dem Appalachian Trail befinden. Und ich begegnete keiner Menschenseele. Dafür raschelte es ab und zu neben mir im Gehölz. Bären waren das natürlich nicht. Eher Eidechsen oder Gott bewahre Schlangen! Zu Gesicht bekam ich die Vicher nicht.

Ich begegnete auch sonst keinerlei Getier. Es war denen wohl zu heiss. Die sind halt klüger als dieser verrückte 70!! (hihi) Jährige alte Mann. Wer schleppt schon freiwillig 10 Kilogramm Krimskrams bei der Affenhitze einen siebenhundert Meter hohen Hügel hinauf? Der sich ab und zu echt „gfürchig“ durch den steilen Wald schlängelte.

Nach einer halben Ewigkeit gelangte ich oben an und direkt in das Militärische Trainingsgelände, für das das Gebiet um Isone ja berüchtigt ist. Viele Soldaten die sich hier in dem steilen Gelände abgerackert haben, werden mir grimmig beistimmen. Da kommt bestimmt nicht viel Freude auf. Zumal Isone nicht gerade das Mekka der Ausgehfreudigen ist.

Wenn ich gedacht hatte das schlimmste hinter mir zu haben, war das nur die halbe Wahrheit. Es folgte nämlich wieder einmal ein unglaublich steiniger und genauso steiler Abstieg. Allerdings nur 240 Meter nach unten. Nur wollte ich vermeiden mir schon wieder den linken Fuss zu übertreten. Also ging ich das Ganze sehr vorsichtig an.

Ich hatte ja zuhause intensiv ein Training absolviert, mit dem man den Fuss stabilisieren können sollte. Jetzt war ich neugierig ob das wochenlange Training auch hielt was es versprach. Dazu war das hier das ideale Testgelände.

Und es ging erstaunlich gut. Zweimal war ich fast überzeugt, dass ich da ohne dieses Training umgeknickt wäre. Mal sehen was Onkel Spezialdoktor dazu meint. Geschadet hat es mir jedenfalls nicht.

Nun sitze ich wohlig im Zug erste Klasse und bin klimatisiert! auf dem Weg nach Hause. Es war ein unvergessliches Erlebnis dieser Trans Swiss Trail. Wenn man es sich zutraut auch mal an seine Grenzen zu gehen, kann ich den Trail nur empfehlen. Die Etappen im Tessin sind nichts für ungeübte. Und auch sonst gibt es einige Etappen die es in sich haben. Ansonsten : go for it!

Das wars, das letzte mal vom Trans Swiss Trail.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Ich werde mich zuhause ausruhen. Am 8.7 werde ich mich kurz melden, wenn ich beim Arzt war. Dann sehe ich weiter

Euer Swiss 🌹🌹🌹❤️

Ich habe mich ein klein wenig in Bellinzona verliebt 😍 Eine wunderschöne Stadt in einer atemberaubenden Landschaft.
Fast ein wenig wie in Bern.
Erst einmal wars vier Kilometer flach bis Giubiasco
Dann wurde es eng und steil
Endlich oben angekommen. Von nun an gehts bergab!
Und genauso ging es runter .

Sieht nicht steil aus, war es aber!

Isone, geschafft!

2 Kommentare zu „Etappe 29A Trans Swiss Trail 03.07.26 Bellinzona – Isone“

  1. Hallo und ja, du hesch es wider gschafft..mit isigem Wille und Sälbschtvertroue, bravo.
    und heil u ganz bisch deheime acho, da wird o d Santina happy si.
    Vile Dank für diner interessante Brichte u schöne Fotos. Bi de gschpannt, was der Arzt zu dim Fuess meint..
    Wünsche öich zwöine o äs hiubs Wuchenänd u dir no gueti Erholig.
    Grüessli ä öich beidi vor Heidi

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