Entschuldigung für den etwas verspäteten Beitrag. Es war eine spezielle Wanderung in mancher Hinsicht. Zuerst ging es hoch in die Rebberge des Laveaux. Eines der bedeutendsten Weinbaugebiete Europas.
Das Alpenpanorama war immer noch beeindruckend. Aber man sah auch langsam sein Ende. Und so fühlte sich auch diese Etappe an. Denn nach den Rebbergen ging es in immer Städtischeres Gebiet. Und es waren immer mehr Menschen unterwegs.
Was mich in den Hügeln der Rebberge beeindruckt hat, waren die alten Villen und Schlösser hoch über dem Genfersee. Es sind einmalige Lagen um dort zu wohnen und leben. Auch wenn ich denke, dass die Arbeit mit den Reben sehr hart sein muss.
Und man sah auch hier die Auswirkungen der Trockenheit dieses Sommers. Ich vermute, dass die Traubenernte in diesem Herbst nicht sonderlich gut sein wird. Es wird vermutlich Jahre dauern bis sich die Pflanzen vom Stress dieses Sommers erholt haben.
Genauso wie es damals mit der Reblaus Jahrzehnte brauchte um in Europa wieder Weinbau zu betreiben. Nach den historischen Überlieferungen gingen damals 90% der Reben in Europa kaputt.
Erst durch die Kreuzung unserer Reben mit den Wurzeln aus Pflanzen aus Übersee konnte der Rebbau gerettet werden. Noch heute sieht man deutlich wie die Wurzeln viel dicker sind als der Rest der Rebe.
Nach der Wanderung durch die Rebberge ging es herunter zum Genfersee. Zumindest am Anfang. Dann fing es an mit den Privatgrundstücken direkt am See. Wir Wanderer mussten ausweichen auf siedend heisse Trottoirs und entlang hohen Mauern die uns den Blick auf den See versperrten. Überall hingen Schilder mit der Aufschrift „Prive“ und „Passage interdite“ dazu Schilder die eine Kamera zeigten .
So ganz langsam fragte ich mich, ob ich mir das weiter antun will. Die Wanderung bis hierher war etwas ganz besonderes. All die Begegnungen, die unglaubliche Natur die ich erleben durfte. Und nun diese Arrogante, selbstsüchtige Art uns vom Ufer des Sees auszusperren.
Seht her Ihr geringes Volk, wir sind die Herren. Wir sind diejenigen die das Recht auf das Ufer und den Blick auf den See haben. Ihr geht uns gefälligst aus dem Weg. Das hat mir die Lust genommen weiter zu Wandern. Ich habe mich entschieden, es damit bewenden zu lassen.
Es gab so viele unglaublich schöne Momente auf dieser Wanderung! Die Gespräche und Begegnungen. Das zusammentreffen mit meinem Schwager in Appenzell, mit Anna meinem Engel vom Jakobsweg. Das Gespräch mit der Frau in der Besenbeiz in Weihnacht.
Die Übernachtung auf der Schwägalp, dem Hotel auf der Lüderenalp. Die Gespräche mit der Sennerin auf der Alp im Appenzell. Es war eine wunderschöne Wanderung und es endet solange es Spass gemacht hat.
Ich verabschiede mich wieder einmal von Euch. Und ich weis nicht, wann ich das nächste mal wieder losgehen kann. Ich bedanke mich von Herzen, dass Ihr mir die Treue gehalten habt. Ich halte Euch auf dem laufenden wie es weitergeht. Appalachian Trail, Via Alpina, Araroa Trail? Wer weis, das Leben ist voller Geheimnisse.
Bis zum nächsten mal Ihr seid die besten!
Euer Swiss 🌹🌹🌹❤️












einmal mehr ein riiiesen grosses bravooooo u danje herzlich für die lebendige berichterstattungen!! weiter so!!
gute erholung u liebe grüsse erwin u verena 🌹🙋🏻
einmal mehr ein riiiesen grosses bravooooo u danke herzlich für die lebendigen berichterstattungen!! weiter so!!
gute erholung u liebe grüsse erwin u verena 🌹🙋🏻