Etappe 21 Alpen Panorama Weg 06.08.26 Jaun – Gruyères

Wahnsinn, ich bin in der französischen Schweiz angekommen. Zwar schon gestern, aber da war ich einfach zu fertig um zu schreiben.

Eigentlich schon unglaublich wie reich an Kultur die Schweiz ist. Da kann man zu Fuss durch vier verschiedene Sprachregionen wandern. Wo auf diesem Planeten ist das sonst möglich? Ich liebe unser Land. Und ich komme immer gern zurück.

Auch wenn hier nicht alles Gold ist was glänzt. Aber lassen wir uns diese Schweiz nicht kaputtreden durch Politiker die uns weismachen wollen, es gäbe Gräben bei uns.

Ich kann zb. sehr gut mit Radfahrern leben die mir auf dem Wanderweg um die Ohren flitzen. Ich mache freundlich Platz und schon kriege ich ein freundliches „Danke!“ zurück. Es ist so einfach in frieden zusammen zu leben.

Die heutige Wanderung war doppelt leicht. Es gab wenige Höhenmeter und den Tagesrucksack habe ich kaum gespürt. So kann ich schon beinahe fliegen. Und stellt Euch vor, Rolandi hat zig Wanderer überholt… mit seinen siebzig! Lenzen! Sorry, aber das musste einfach mal wieder raus 😂

Der Schluss allerdings geriet mir ziemlich unrühmlich. Ich habe mich grässlich verlaufen. Man kann mit Fug und Recht sagen, ich hatte keine Ahnung mehr wie ich zum Bahnhof kommen sollte.

Und ich dachte immer, das ich nun Vollprofi wäre. Pustekuchen, Volldepp trifft es eher. Eigentlich ist mir als ausgefuchster Techniker klar, dass Geräte ohne genugend Saft den Geist aufgeben, sozusagen tot sind.

Erst verabschiedeten sich die Kopfhörer über die ich die Navigations Anweisungen erhalte. Dann verliess mich auch noch das Handy. Also Kopfhörer ins Ladegerät und die Ersatzbatterie ans Handy.

Bis das geladen ist, braucht es natürlich Zeit. Ich schlaues Kerlchen bin einfach einer Gruppe Wanderer gefolgt in der Annahme, dass die auch den Alpenpanorama Weg laufen. Sind sie nicht. Nach einem Blick aufs inzwischen geladene Handy und über die geladenen Kopfhörer informierte mich das Gerät: „Die Route befindet sich 1,5 Kilometer rechts von Dir!“

Toll dachte ich. Und wo genau soll ich jetzt hingehen? Da das Handy vom laden total heiss und kaum abzulesen bei dem Sonnenschein war, irrte ich herum und fand endlich Schatten in einer privaten Einfahrt.

Da trat ein älterer Herr auf mich zu und fragte ob ich etwas suchen würde. Ja, den Bahnhof sagte ich. Worauf er wissen wollte wo ich denn hin wolle. „Bern“ keuchte ich voller Verzweiflung. „Das ist einfach“ meinte er und zeigte auf eine Bushaltestelle kaum 20 Meter weiter. „Der Bus fährt nach Fribourg zum Bahnhof.“

Ja und nun versteht Ihr vielleicht warum ich gestern abend zu müde und auch ein wenig frustriert über mich war, um noch gross zu schreiben. Inzwischen bin ich darüber hinweg und lache über meine dämliche Irrfahrt.

Und am Sonntag gehts weiter, die letzten Etappen stehen bereits an. So schnell geht die Zeit vorbei. Es ist zu meiner Überraschung ein wirklich schöner Weitwanderweg.

Eigentlich habe ich den aus der Not heraus angefangen. In die USA will ich nicht, solange Trump dort sein Unwesen treibt. Und die Via Alpina traue ich mich nicht, solange mein linker Fuss Probleme macht.

Der Fuss wird übrigens am 5. Oktober operiert. Die Sehnen scheinen abgerissen oder sonstwie defekt zu sein. Dann ist wieder einmal Physiotherapie angesagt. Das dazu.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und ein schönes Wochenende. Ich melde mich am Sonntag Abend wieder. By by und tschüss.

Euer Swiss 🌹🌹🌹❤️

Das ist noch von vorgestern als ich Kathrin getroffen habe.
Die erste Attraktion auf dem Jaun
Das bin ich am Wandern… nicht! Ist mir über den Weg gelaufen.
Da wundert sich der Bock! Was ist denn das für ein seltsamer Kerl?
Hier scheint es noch genügend Wasser zu haben.
Und grün ist es auch.
Eine Hängebrücke! Wie in Nepal!
Und hier dieser schöne aber ziemlich grüne See By by bis Sonntag.

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