Etappe 17? Wo ist denn da Etappe 16 geblieben? Die wäre eigentlich von der Moosegg nach Münsingen gegangen. Nun, wie einige von Euch sicher wissen, habe ich viele Male auf der Moosegg mitgeholfen in der Licht und Tontechnik.
Im laufe der Zeit bin ich einige male diese Strecke von mir Zuhause hoch und auch wieder runter gelaufen und sogar gejoggt. Wäre also nicht wirklich interessant gewesen das nochmal zu wiederholen.
Also bin ich von Münsingen gestartet. Da ich mich entschieden habe von Rüeggisberg zurück nach Hause zu fahren um dort zu übernachten, habe ich nur einen leichten Tagesrucksack mitgenommen. Da läuft es sich um einiges leichter. Sowieso weil die Strecke etwas mehr als zwanzig Kilometer betrug. Kombiniert mit etwas über 800 Höhenmeter.
Zusammen mit der beachtlichen Hitze eine ziemliche Herausforderung. Vor allem für den Opa Roland mit seinen siebzig! Lenzen… 😂 Wo bleibt der Applaus? Ne lasst nur, so grossarig ist das jetzt auch wieder nicht, oder?
Wie auch immer. Unterwegs von Toffen zum Oberfeld, hörte ich unten im Tal plötzlich mehrere Sirenen von Feuerwehrautos. Ich drehte mich um und sah, das im Wald oberhalb von Belp eine grosse Rauchwolke aufstieg.
Was da genau wie stark brannte war nicht zu erkennen. Es dauerte etwa zwanzig Minuten, danach wurde die Rauchwolke immer kleiner und verschwand schliesslich. Aber den Brandgeruch konnte man auch hier deutlich riechen.
Es ist sowieso erschreckend wie es immer trockener wird. Die Auswirkungen sieht man natürlich bei einer so langen Wanderung deutlich. In den Wäldern liegen bereits überall tote Äste herum die von den Bäumen abgebrochen sind. Nicht ganz ungefährlich für uns Wanderer.
Das Mais auf den Feldern ist teilweise viel zu klein und an den Stengeln sind die Früchte teilweise bereits vertrocknet. Zudem sieht man viele Lücken in den Feldern. Ich frage mich zu was das ganze noch führt?
Tja, ändern lässt sich das leider auch nicht mehr. Zum Wandern ist so ein Sommer natürlich schon toll. Aber es bleibt ein bitterer Nachgeschmack, wenn ich an all die Bauern denke.
Noch zum Schluss wieder etwas positiveres. In Rüeggisberg angekommen musste ich auf den Bus warten der mich nach Hause bringen sollte. Da stieg eine Dame zu mir in das Wartehäuschen. Auch Sie trug einen Rucksack und Wanderschuhe.
Neugierig wie ich nun mal bin, habe ich Sie gefragt woher Sie unterwegs sei. Sie komme von Rorschach und wandere auf dem Jakobsweg. Das Ende wäre dann in Genf. Was für ein Zufall! Wir fanden heraus, dass wir beide Wanderfreaks sind. Sie war auch schon in Kanada und den USA am Wandern. Also haben wir uns angeregt über dieses Thema unterhalten.
Schliesslich haben wir uns in Bern verabschiedet und gingen zufrieden unsere Wege. Wieder eine dieser interessanten Begegnungen die bei solchen Wanderungen zustande kommen können.
Das soll es für Heute gewesen sein. Schön seid Ihr dabei!
Dann bis morgen, Euer Swiss. ♥️🌹🌹🌹





