Es sah zwar nicht gerade nach einem Prachtwetter aus. Trotzdem habe ich entschieden meine neuen Wanderschuhe zu schnüren und eine Etappe zu laufen.
Von Langnau über die Hohwacht nach Eggiwil sollte es mich heute führen. Bereits auf dem Höhenprofil war zu erahnen, dass es steil werden würde. In Wahrheit war es tatsächlich steil… und das nicht zu knapp.
Immer wenn ich dachte nächstens Petrus anzutreffen, erfand dieser noch ein paar weitere Treppen. Das war genau das mühsame an dieser spektakulären Plackerei. Jede Menge Treppen.
Die Erinnerung an meine Tour in Nepal kam mir in den Sinn. Damals war ich ja mit meinem langjährigen Freund Pidi auf der Annapurna Round unterwegs. Er war bereits mehrere male auf dieser Strecke unterwegs gewesen.
Ganz am Ende ging es damals auf den Poon Hill. Pidi versicherte mir, es würde nicht allzu streng. Dabei hatte er total vergessen, dass dieser Aufstieg über 1500 Meter praktisch ausschliesslich über Treppen führte! Ganz so schlim war es hier nicht. Zumal es sich nur um 520 Höhenmeter handelte.
Die Plackerei hat sich aber mehr als gelohnt. Auch wenn ich den Turm auf der Hohwacht leider nicht zu Gesicht bekam. Der Geschichte nach waren dort oben jeweils Wächter zuhause. Sie überwachten das von hier oben fast gänzlich überschaubare Emmental nach möglichen Bränden, um dann die Bevölkerung zu warnen. Etwas ähnliches wie frühgeschichtliche Drohnen.
Als nächstes erreichte ich den Hegeloch Tunnel. Er wurde 1839/40 von Bauern der Umgebung mit sog. Bernpulver durch den Felsen gesprengt. Es soll einer der ersten Tunnels dieser Art in der Schweiz gewesen sein. Das spezielle daran war, dass das Inselspital Bern einen Teil der Finanzierung übernahm! Das Spital besass damals einige Alpwirtschaften in der Gegend.
Interessant was man alles auf einer ganz gewöhnlichen Wanderung im gemütlichen Emmental so alles erleben und erfahren kann! Es war auch Landschaftlich, von der Natur und dem Panorama unglaublich vielfältig.
Es gab viele imposante Bauernhöfe zu bestaunen. Ein Begegnung der besonderen Art, hatte ich beim Abstieg nach Eggiwil. An einer der längsten und steilsten Stelle kam mir eine ca. 80 Jährige (man fragt Frauen nicht nach Ihrem Alter!) Frau entgegen! Ich traute meinen Augen nicht.
Also habe ich Sie angesprochen und gefragt wohin Sie denn unterwegs sei. Ach, Sie sei auf die Idee gekommen sich etwas zu bewegen, weil Ihr Zuhause zu kalt gewesen sei. So kann man es natürlich auch machen! Ich sagte Ihr etwas besorgt, Sie solle doch bitte gut auf sich aufpassen. Der Weg sei noch steil und lang. Ach erwiederte Sie: „ich habe ja Zeit“ und lächelte über Ihr schweissnasses Gesicht. EmmentalerInnen sind offensichtlich hart im Nehmen.
So, jetzt noch ein paar Fotos und das war es wieder einmal für Heute. Danke für Eure Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Treppenabenteuer.
Euer Swiss ❤️🌹🌹🌹













einmal mehr….einfach herrlich die bilder u die geschilderten eindrcke datu!! das in unserem soooo schönen heimatland!!!
danke dir herzlich, schöne tag u wir freuen uns auf f weitere berichte v dir🌹🌹🌹lg v üs beidne