Hallo Ihr Lieben, da wäre ich wieder. Die zwei Tage Auszeit sind vorbei. Doch ich hatte eine Menge zu tun mit der Planung zur Fortsetzung meiner Wanderung. Der Grund, das Hotel auf dem Napf hat ausgerechnet Sonntags und Montag geschlossen. Ich wäre aber genau am Sonntag Abend dort oben eingetroffen. Nix mit übernachten!
Und da es aber unmöglich ist da oben wegzukommen ohne stundenlanges rummarschieren, musste ich eine andere Lösung finden. Das Zelt mitschleppen? Nicht wirklich. Die einzige einigermassen saubere Lösung sieht folgendermassen aus.
Ich laufe die Etappen 11 und 12 wie vorgeschrieben. Dann bin ich morgen Sonntag in Wohlhusen. Jetzt fahre ich heim, übernachte zwei mal und laufe am Dienstag rückwärts von der Moosegg über die Lüderenalp, danach zum Napf und schliesslich nach Wohlhusen wo ich am Donnerstag Abends eintreffen werde.
Dann bin ich Freitag und Samstag am ersten August zuhause. So, alles klar? Damit kann ich auch beim Geburtstagsfest meines ältesten Enkels Giuliano dabei sein. Ich musste ziemlich viel umorganisieren damit das alles klappt mit den Übernachtungen und ich nicht auch noch Geld verliere.
Heute also ganz regulär Etappe 11 nach Malters. Es war eine relativ moderate Wanderung. Zumal der angekündigte Regen leider mal wieder ausfiel. Ins Wasser gefallen passt da als Spruch wohl weniger.
Kennt Ihr übrigens diese superlästigen kleinen schwarzen Fliegen? Die andauernd direkt vor den Augen herumtanzen? Mal rechts nach links dann rauf und runter und noch ein wenig vor und zurück um das Ganze noch lästiger zu machen. Nicht? Ich schon, gerade heute wieder.
Ich habe mit diesen Vichern auf praktisch jeder meiner Wanderung irgendwann Bekanntschaft gemacht. Sogar in den USA auf dem Appalachian Trail, in Spanien und in Frankreich! Langsam fange ich an zu glauben die verfolgen mich!
Ansonsten hatte ich erstaunlich wenig Stechvicher zu Gesicht bekommen. Hat vielleicht damit zu tun, dass auch praktisch nirgends Kühe auf den Weiden zu sehen waren. Wie ich gelesen habe, lassen die Bauern bei dieser Trockenheit und den hohen Temperaturen das Vieh im kühleren Stall. Sie weiden dann jeweils Nachts wenn es kühler ist.
Ist sowieso eine erschreckende Erfahrung dieser Sommer. Ich sehe natürlich die Folgen auf Schritt und Tritt. Bäume fangen an die Blätter zu verlieren. Die kleineren Bachläufe sind allesamt ausgetrocknet. Und die kleine Emme an der ich entlang gewandert bin, ist nur noch ein Rinnsal inmitten eines riesigen Bachbetts. Es sollte dringendst endlich regnen. Leider sieht es gar nicht danach aus.
Im Gegenteil, nächste Woche wird ziemlich hart für uns Wanderer. Zum Glück bin ich meistens auf über 1000 müM unterwegs. Da sollte es etwa drei bis fünf Grad kühler sein. Durchgebraten werde ich vermutlich trotzdem.
Tja, da muss ich wohl durch. Ich bin heute Abend übrigens im 430 Jahre alten Hotel Klösterli in Malters zu Gast. Der Fussboden knarzt ganz fürchterlich. Da kann ich heute Abend wohl keine Turnstunde absolvieren. Auch auf Gymnastik werde ich besser verzichten. Schreiben geht, dass macht ja keinen Lärm 😁
Trotzdem ist für heute mal wieder Schluss. Ich wünsche Euch einen ruhigen Abend ohne Dielengeknarz.
Euer Swiss ♥️🌹🌹🌹












Tschüss!

