Der Anfang des Abenteuers Appalachian Trail USA 02.03.2017

Gestern bin ich glücklich in Atlanta angekommen. Der Flug verging im …Flug. Nein wirklich die Zeit war so schnell vorbei, die Spannung so riesig ob denn tatsächlich alles klappt.

Nun das Gepäck ist, wie bei mir üblich nicht mitgekommen. Hat mich eine Stunde anstehen am Gepäckschalter gekostet. 

Aber das Personal dort war extrem freundlich und hilfsbereit. Das hat mich schon mal etwas beruhigt. Und ich konnte bereits das erste mal von meinem Mentaltraining profitieren. Ommm…

Heute morgen war dann der Ausreisser brav an der Desk bereit zum abholen. Ich war sowas von erleichtert. Oder beschwert, wenn man bedenkt das ohne Gepäck der Trail um einiges leichter zu laufen wäre!😆 

So, und nun werde ich also um 16:15 Uhr Ortszeit (-6h) vom Shuttlebus abgeholt. Auch das ist spitze organisiert von http://hikerhostel.com/ Bin mal neugierig was mich dort erwartet!

Zuerst muss ich mich aber noch um einen Bärensicheren Behälter kümmern. Das habe ich in der Schweiz nirgens auftreiben können.

So, das wars für heute, bis auf ein Foto von heute morgen aus dem Hotelfenster. Es ist schön und  bereits 16°C warm. In Chicago hingegen hats geschneit! 

Bis dann Ihr lieben und seit schön brav!

Start Richtung Appalachen 03.03.2017

Heute bin ich nach dem Einkaufen vom Shuttlebus pünktlich abgeholt worden.

Das Einkaufen hat sich Amerikalike Fuss- gängertechnisch schwierig gestaltet. Will heissen keine Trottoirs, du gehst zeitweise unter Lebensgefahr auf der Strasse. Man kennt das ja.

Dann endlich der erste Blick auf die Appalachen. Sie sehen nicht sehr spektakulär aus, etwa wie der Gurten. Wir werden sehen.

Ich werde doch erst am Samstag auf den Trail gehen. Man kann den Trail direkt auf dem Springer Mountain beginnen. Dadurch spart man einen ganzen Tag.

Also dann werden Morgen die ersten Bilder folgen. Bis zum nächsten mal, tschüss zusammen.

Springer Mountain Tag 1 + 2 auf dem Trail 05 + 06.03.2017

Nachdem ich auf dem Springer Mountain gestartet bin ist der erste Tag und die erste Nacht im Zelt geschafft! Es ist tatsächlich kein Spatziergang das ganze. Körpelich geht es einigermassen aber am rechten Fuss kündigt sich etwas an. Im Moment ist es mir nicht möglich die geplanten Kilometer abzulaufen. Gestern waren es ca. 18km. Nur sind davon 2km vom Parkplatz wohin wir geführt wurden zum Springer Mountain und zurück. Aber diesen Start wollte ich nicht verpassen. 

Es ist sehr kalt Nachts -7°C zum Glück ist mein Schlafsack warm und gemütlich. Heute bin ich um 06:45 Uhr aufgestanden. Dann Wasser auffüllen, Filtern und in die Flaschen abfüllen. Dann Zelt abbauen und alles in den Packs verstauen. Um 09:20 bin ich fertig mit allem inkl. Morgenessen. 

Kein Angst, ich werde euch nicht jeden Morgen mit demselben Quatsch füttern 🤣 Aber einmal wird es schon gehen. So, das wars für heute. Seid artig und denkt an mich wenn ich heute die Eigernordwand bezwinge! 😁

Tag 3 auf dem Trail 07.03.2017

Es war eine Nacht mit „Schräglage“ Der Zeltplatz war dermassen voll ich hatte nur noch ein Plätzchen mit gefälle. Die ganze Nacht kämpfte ich mich vom Tal zurück auf den Berg 😜 

Heute habe ich 20km geschafft. Es war schlicht Wahnsinn! Jetzt liege ich im Zelt, diesmal ausserhalb der Shelter. Es sind blödsinnig viele Wanderer unterwegs. Hoffentlich gibt sich das noch.

Der Blood Mounten ist mit 1350m der bisher höchste Berg auf dem Trail. Es werden weitere folgen!! 
Ich hoffe mein Körper macht da mit. Bisher ist es auszuhalten. Aber geflucht hab ich heute schon etwas. Der Abstieg über nasse Felsplatten ohne Ende war schon mit vorsicht zu geniessen. 

Es war eine Nacht mit „Schräglage“ Der Zeltplatz war dermassen voll ich hatte nur noch ein Plätzchen mit gefälle. Die ganze Nacht kämpfte ich mich vom Tal zurück auf den Berg 😜 

Heute habe ich 20km geschafft. Es war schlicht Wahnsinn! Jetzt liege ich im Zelt, diesmal ausserhalb der Shelter. Es sind blödsinnig viele Wanderer unterwegs. Hoffentlich gibt sich das noch.

Der Blood Mounten ist mit 1350m der bisher höchste Berg auf dem Trail. Es werden weitere folgen!! 
Ich hoffe mein Körper macht da mit. Bisher ist es auszuhalten. Aber geflucht hab ich heute schon etwas. Der Abstieg über nasse Felsplatten ohne Ende war schon mit vorsicht zu geniessen. 

Tag 4 auf dem Trail 08.03.2017

Die letze Nacht hat es stark gestürmt. Ich musste ja ausserhalb des Shelter im Wald übernachten. Es hat dermassen gesrürmt, das ich mir Sorgen machte um herabfallende Äste. 

Das Zelt war der Hit! Ausser dem Wind hat es in der Nacht auch noch angefangen zu Regnen. Im Zelt war es urgemütlich, Warm, trocken und Windstill. Was will man mehr! Superzelt das Freelite 1 von msr. Hier ein Testbericht dem ich nur zustimmen kann. http://ich-liebe-berge.ch/news-msr-freelite-zelte/

Am morgen war es dann doch echt nühsam. Aufstehen bei Regen ist nicht gerade angenehm. Ich beschloss heute bei Blood Mountain Cabin auszusteigen und einen Zero Day zu nehmen. Alle meine Sachen sind feucht und ich rieche wie ein nasser Hund 🐶 🤢 

Zuerst gings aber auf den Blood Mountain. Der Berg hat seinen Namen nicht zu unrecht. Es war eine unglaubliche plackerei. Und da Nebel herrschte war von der versprochenen Aussicht nichts zu sehen. Also schnell wieder runter vom Berg. Zumal es uns schier heruntergeblasen hat. 

 

So und jetzt gute Nacht und bis zum nächsten mal. 

Tag 5 auf dem Trail 09.03.2017

Das war ein prächtiger Tag, faulenzen Essen DUSCHEN!!! und Einkaufen in Blairsville. Ein kleines hübsches Städtchen am Fuss der Blueridge Mountains. Das Essen im Restaurant war fantastisch, ein echt Italienisches food. 

Nun gilt es wieder Ernst, zurück auf den Trail! Die nächsten Berge warten mit gefletschten Zähnen auf meine (noch) Zahnstocherbeinchen 😤😖😎

Haltet die Ohren steif and see you soon!

Tag 6 auf dem Trail 08.03.2017

Das war ein prächtiger Tag, faulenzen Essen DUSCHEN!!! und Einkaufen in Blairsville. Ein kleines hübsches Städtchen am Fuss der Blueridge Mountains. Das Essen im Restaurant war fantastisch, ein echt Italienisches food. 

Nun gilt es wieder Ernst, zurück auf den Trail! Die nächsten Berge warten mit gefletschten Zähnen auf meine (noch) Zahnstocherbeinchen 😤😖😎

Haltet die Ohren steif and see you soon!

Tag 7 auf dem Trail 09.03.2017

Das war ein prächtiger Tag, faulenzen Essen DUSCHEN!!! und Einkaufen in Blairsville. Ein kleines hübsches Städtchen am Fuss der Blueridge Mountains. Das Essen im Restaurant war fantastisch, ein echt Italienisches food. 

Nun gilt es wieder Ernst, zurück auf den Trail! Die nächsten Berge warten mit gefletschten Zähnen auf meine (noch) Zahnstocherbeinchen 😤😖😎

Haltet die Ohren steif and see you soon!

Tag 6 - 9 auf dem Trail 10 - 13.03.2017

Tut mir leid, dass es so lange nichts von mir zu lesen gab. Ich bin so viel gelaufen und das Wetter hat sich drastisch geändert! Aber alles der Reihe nach.

Tag 6 war alles noch in Butter die Sonne schien und es war etwa +20°C . An diesem Tag bin ich stolze 18km gelaufen! Dann in der Nacht kam ein richtiger Sturm auf mit Blitz und Donner und einer waren Sintflut. Ich bin schon etwas erschrocken ab den vielen Blitzen. Und ich hatte mein Zelt keine 20m vom Wasser aufgestellt! Und ringsum hohe Bäume, war schon echt gruselig. 

Ich bin dann am andern Tag erst um 4:00 Uhr am Morgen eingeschlafen. Und erwacht erst um 09.30 Uhr! Da war alles feucht und es war unangenehm so in die Kleider zu schlüpfen.

Geregnet hats zum Glück nicht mehr aber ich brauchte unendlich lange alles wegzuräumen. Und dann durchfuhr mich ein Riesenschreck, meine warme Jacke konnte ich nicht finden. 

Ausgerechnet bei der Temperatur und es war plötzlich die Rede von  Schnee. Im übrigen hatte ich einen Teil meines Bargeldes darin versteckt. 

Wir haben zu zweit alles abgesucht, nichts zu finden. Schliesslich kam mir ein Verdacht, es war so schwer den Schlafsack in die Hülle zu kriegen. Ich öffnete die Hülle und siehe da die Jacke war da! 

Tag 7 fing also erst kurz nach elf an. Dadurch wurde die Strecke etwas kürzer. Aber die Hügel hatten es wieder einmal in sich. Insgesamt machte ich an diesem Tag 560 Höhenmeter auf nur 11km. Es ist wirklich so, dass der Weg auf jeden sch… Hügel führt und zwar in direkter Linie. Und dann gehts gleich wieder runter, genau in der gleichen Weise usw. Mit der Zeit fragt man sich schon wieso das so sein muss.

Auf diese Weise sind einfach keine Kilometer machbar, jedenfalls nicht für mich. 

Endlich im Shelter angekommen war alles natürlich schon voll. Ein schrecklich kalter Wind ging und ich habe die halbe Nacht gefroren. 

Etwas später habe ich den Grund dafür rausgefunden: Der Reissverschluss ist mit einer Isolationsbahn abgedeckt. Weil ich auf der Seite schlafe, hängt die herunter und die eiskalte Luft strömt praktisch ungehindert in den Schlafsack. 

Jetzt schaue ich jeweils gut, dass die Abdeckung geschlossen bleibt. Ansonsten ist das Teil ganz in Ordnung.

 

Was ich leider vom Rucksack nicht sagen kann. Immer hängt das ganze Gewicht an den Schultern. Das wäre ja noch nicht so schlimm, aber die Schultergurte sind so schlecht gepolstert mir kribbeln schon nach kurzer Zeit die Hände. Und die Schulter schmerzt extrem. 

Ich lasse mich von dem Ding scheiden und kauf mir beim nächsten Zeroday in Hiawassee einen neuen. Der hier muss nach Hause gehen, ein Fehlkauf leider.

Tag 8 war schlechtes Wetter, es hat immer wieder geregnet und ich musste weit laufen zum nächsten Shelter. Es war Schnee auf die nächste Nacht angesagt und der kam dann auch! Zum Glück waren viele Hiker im Ausstand und nahmen Ihren Zeroday. So konnte ich im Shelter Schlafen. 

Dabei traf ich wieder auf Kapitän. Ich bin mir nicht sicher ob ich Sie schon erwähnt habe, Sie ist mit mir gestartet, läuft aber etwas schneller als ich. 

Wir haben beschlossen zusammen gleich zwei Strecken zu laufen um am Sonntag in Dick’s Creek Gap runter vom Trail zu gehen. 

Soweit so gut, es waren gute 18km und über 850 Höhenmeter zu überwinden! Man stelle sich das mal vor: einmal Lenk Fluhsseeli und zurück. Und das auf Matschwegen wo man dauernd aufpassen musste, dass man nicht auf die Schnautze gefallen ist.  

Es wäre extrem gefährlich sich dabei zu verletzen. Ich bin nur einmal kurz ausgerutscht und auf den Rucksack (das böde Ding) gefallen. Es ist zum Glück nichts passiert. 

Mein Trailname ist übrigens Swiss. Zuerst wollten Sie mich Swissmiss taufen. Da habe ich mich geweigert. Dann kam Swissmister, dass passte mir auch nicht. Also habe ich mir selbst den Namen Swiss gegeben. Unter dem Namen bin ich jetzt bekannt unter den Thruhikern.

Heute abend um 17:30 haben wir dann den Punkt Dick’s Creek Gap erreicht. Ich hatte schon Stunden vorher versucht meinen Shuttlefahrer telefonisch zu erreichen, ohne Erfolg. 

Dann die schreckliche Tatsache, dass auf dem Parkplatz wo man abgeholt werden sollte kein Empfang möglich war. Wir setzten uns mal hin und waren einfach zu nichts mehr fähig. 

Und da kurfte ein Transportbus auf den Platz, die Fahrerin öffnete das Fenster und fragte uns ob wir ein Shuttle bräuchten. Ich hätte Sie am liebsten geküsst. 

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